SOFT SUPPORT, 2014
Textile Verbände auf Stützen
Kunst Lokal 2014
Kurbrunnenanlage, Rheinfelden/CH
SOFT STONE, 2014
Textile bandages on gravel stone from the river Aare in Bern
Songs for a Pigeon 2014
150 years of diplomatic relations Japan -Schweiz
Swiss Embassy Tokyo/J
SOFT LINE, 2014
Textile bandages on handrail
Songs for a Pigeon 2014
Gallery COEXIST & EARTH, Tokyo/J
COVERS AND GRIDS, 2014 (with Amanda Ryan)
Conny Dietzschold Gallery
Sydney/AUS
SOFT COVER, 2014
Textile bandages on tree
Broadlawns, Bovingdon/GB
SOFT STONE, 2014
Textilverband auf Granit
Ausstellung 14 x 14
DOCK Basel/CH
FARBFELDER MIT BLÜTENTEPPICH, 2014
Kunst am Bau – Primarschule Erlenmatt Basel (nicht ausgeführt)
Allgemeiner Wettbewerb mit Vorauswahl
Ausgangslage
Das neue Primarschulhaus für zwölf Klassen, zwei Kindergärten mit einer Tagesstruktur, einer Aula und einer versenkten Dreifachsporthalle für die Schule und für Vereine steht auf einem eng bemessenen Raum der Erlenmatt. Künstlerische Interventionen im vorgegebenen Perimeter sind demzufolge nicht einfach zu konzipieren, ist doch der zur Verfügung stehende Innen- und Aussenraum mit den für die Schule notwendigen Gebäuden, deren Innenarchitektur und Sicherheitsinstallationen schon ziemlich ‚besetzt‘.
Konzept
Ich schlage deshalb ein künstlerisches Farb-Formkonzept vor, welches die insgesamt sechs unterschiedlich grossen, nicht begehbaren Flachdächer auf der Südseite des Gebäudes als partiell und saisonal sich verändernde Farbfelder sichtbar macht. Laut Angaben der Architektin anlässlich der Besprechung vom 27. März 2014. werden die sechs Flachdächer einfach, aber sog. intensiv mit Rasen/Gras begrünt.
Den sechs monochrom grünen Farbflächen möchte ich mit unterschiedlichen, pflegeleichten, einfachen und temporär blühenden Pflanzen eine sich verändernde Farbatmosphäre verleihen. Die sechs horizontal liegenden Flächen betrachte ich als ‚grün grundierte Leinwände‘, auf welchen ich die Natur mit den noch zu bestimmenden Blütenpflanzen natürlich malen lasse, sodass auf dem grünen Rasen/Gras verschieden ,farbig blühende Teppiche‘ entstehen.
Ich richte auf diese Weise sechs kleine Dachgärten ein, welche von den tiefen Fenstern aus dem Innern von vier Stockwerken aus gesehen werden können. Die sich vor allem im Frühjahr verändernden Farbfelder lassen die eher strenge Architektur und die sechs Flachdächer zwar ähnlich streng in der From, aber farblich lebendiger erscheinen. Je nach Wahl der Pflanzen kann der Wechsel der Jahreszeiten mehr oder weniger sichtbar gemacht werden. Die sechs unterschiedlich grossen begrünten Flachdächer auf den vier Stockwerken erhalten vier unterschiedlich grosse und vier unterschiedlich farbige Blütenteppiche.
Dem terrassierten, nüchternen Zweckbau mit dem beschränkten Umraum verleihe ich auf der Südseite auf diese Weise eine zwar nicht begehbare, aber immer wieder je nach Jahreszeit und Klima temporär sicht- und wahrnehmbar andere Atmosphäre. Dabei besteht meine Absicht darin, eine Umgebung zu kreieren, welche die Leute auch dazu führen soll, ihre Erwartung was Kunst ist und wie sie erscheinen sollte zu hinterfragen.
Bemerkungen
1. Die Auswahl der Pflanzen muss so sein, dass der Unterhalt und die Pflege keine grossen Kosten verursacht.
2. Das Budget für Pflanzen, Erarbeitung, Realisation, Pflege/Unterhalt soll so lange eingesetzt werden, bis die CHF 90’000.– aufgebraucht sind.
3. Deshalb ist das gesamte Budget (ausser dem Künstlerhonorar) für die Kosten der Pflanzen, das Aussäen und/oder Setzen und die Pflege eingesetzt.
4. Der direkte Dialog mit der Bauherrschaft, den Architekten und Landschaftsarchitekten ist vor allem vorher notwendig.
5. Es wäre auch möglich, dass die Schüler/innen zusammen mit den Lehrer/innen zu gegeber Zeit die Wahl der einfachen Blütenpflanzen und -farben selbst bestimmen, um den Kindern im Anschauungsunterricht die Natur wieder etwas näher zu bringen.
6. Es ist mir wichtig, der Kunstintervention eine sinnvolle, einleuchtende, aber auch unerwartete Selbstverständlichkeit zu geben. Die Kunst soll ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens sein.